Berlin, 19.02.2026: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat einen Zulassungsstopp für Sprach- und Integrationskurse für Menschen im Asylverfahren oder Geflüchtete bis zum Jahresende erlassen. Dazu erklärt Sandra Stein, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Hochsauerlandkreis:
„Der Bundesinnenminister beklagt mangelnde Integration, erschwert aber den Zugang zu den Kursen, die Integration erst ermöglichen. Das schadet den Kommunen, den Trägern und den Menschen, die auf Sprachförderung angewiesen sind.“ Stein kritisiert, dass der Zulassungsstopp gefährdet, was in den letzten Jahren an integrationspolitischen Fortschritten erreicht wurde. Trotz zusätzlicher Mittel für 2026 erteilt das Ministerium keine neuen Zulassungen. Rund 129.500 Menschen würden ausgeschlossen.
„Die Folgen sind gravierend: Kommunen müssen mehr auffangen, weil Menschen ohne Sprachkenntnisse schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Träger geraten unter Druck und Geflüchtete können keine Perspektive aufbauen“, so Stein.
Die Volkshochschule Arnsberg/Sundern äußert ebenfalls Besorgnis über die Auswirkungen des Zulassungsstopps und hat dies in einem Schreiben an Sandra Stein MdB deutlich gemacht. Die VHS betont, dass die erfolgreiche Integration von Geflüchteten in der Region maßgeblich durch Sprachkurse ermöglicht wurde. Der Zulassungsstopp gefährdet nicht nur die berufliche Integration von Fachkräften, insbesondere im Pflegebereich, sondern auch die soziale Teilhabe der Betroffenen. Ohne eine verlässliche Finanzierung wird es für die Träger zunehmend schwierig, Sprachkurse kostendeckend anzubieten.
„Sprache ist der Schlüssel zu Integration und Zusammenhalt. Die aktuellen Entscheidungen der Bundesregierung gefährden beides. Der Bundesinnenminister muss den Zulassungsstopp umgehend aufheben und wieder einen verlässlichen Zugang zu Sprach- und Integrationsangeboten ermöglichen. Integration darf nicht politisch ausgebremst, sondern muss aktiv ermöglicht und gestärkt werden.“, fordert Stein abschließend.