Berlin, 04.03.2026: Am vergangenen Montag traf sich der neu gegründete Wirtschaftsbeirat der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zu seiner konstituierenden Sitzung. Das Gremium besteht aus etwa 50 Mitgliedern – darunter Führungskräfte aus der Wirtschaft, Aufsichtsräte und Vertreter*innen der Gründerszene. Ziel des Beirats ist es, die wirtschaftspolitischen Vorhaben der Fraktion im Austausch mit Expert*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft zu entwickeln und zu diskutieren.
Die Bundestagsabgeordnete Sandra Stein, Sprecherin für Mittelstands- und Handwerkspolitik ihrer Fraktion, unterstrich die Bedeutung der Leuchtturm-Initiative als Impulsgeber für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik.
„Über 3,5 Millionen Unternehmen prägen den Wirtschaftsstandort Deutschland. Doch dieser steht vor tiefgreifenden Herausforderungen und der Frage, wie ein neuer Aufschwung und nachhaltiges Wachstum gelingen können“, so Stein.
Der Beirat solle einen dauerhaften und vertrauensvollen Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ermöglichen.
Sauerländische Stimmen für einen resilienten und starken Wirtschaftsstandort
Besonders freute sich Stein über die Beteiligung einer weiteren weiblichen unternehmerischen Stimme aus dem Sauerland: Mit Dorothee Flötotto, Geschäftsführerin der Sauerländer Spanplatte GmbH & Co. KG, bringt sich eine Familienunternehmerin aus Sandra Steins Wahlkreis in die Arbeit des Beirats ein.
„Ich freue mich sehr über die Einladung in den Wirtschaftsbeirat. Gerade Unternehmen im ländlichen Raum stehen vor großen Herausforderungen: fehlende Fachkräfte, stabile Rohstoffversorgung und eine zukunftsfähige Energiepolitik sind für eine verlässliche Produktion zwingend erforderlich. Für unsere 430 Mitarbeitenden im Sauerland und in Thüringen ist es wichtig, dass die Politik diese Bedürfnisse erkennt und passende Rahmenbedingungen schafft. Als mittelständische Unternehmerin möchte ich meine Praxiserfahrung einbringen und dafür sorgen, dass wirtschaftspolitische Konzepte sich an den realen Anforderungen der Betriebe orientieren. Mein Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die umsetzbar sind und unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie Arbeitsplätze langfristig sichern.“ so Flötotto, Sauerländer Spanplatte GmbH & Co. KG.
Gemeinsam den Aufschwung gestalten
Stein bekräftigte zugleich den politischen Handlungsbedarf: „Wir müssen den Weg frei machen für bessere Rahmenbedingungen im Handwerk, Mittelstand und Industrie."
„Konkret bedeutet das: Entlastungen für kleine und mittlere Unternehmen, eine spürbare Senkung der Stromsteuer, ein deutlicher Schub bei der Digitalisierung sowie verbindliche Praxischecks für neue Gesetze seien zentrale Voraussetzungen. Investitionen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz müssten gezielt eingesetzt werden, um Standortqualität und wirtschaftliche Dynamik zu stärken.“